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2008 Montag 21 Januar

Magazin: Schmuggel für iranisches Atomprogramm verhindert

Berlin (Reuters) - Zollfahnder haben einem Magazinbericht zufolge den illegalen Transfer von Tritiumgas für das iranische Atomprogramm verhindert.

Beamte des Zollkriminalamtes hätten den Geschäftsführer einer Berliner Chemiefirma verhaftet, der das Geschäft mit der iranischen Atomenergieorganisation AEOI eingefädelt haben solle, berichtete der "Focus" am Samstag vorab unter Berufung auf Ermittlerkreise. Im Dezember hätten niederländische Zöllner die brisante Fracht auf dem Amsterdamer Flughafen Schiphol kurz vor der Ausfuhr nach Teheran beschlagnahmt. Das Industriegas erhöht nach diesen Angaben die Sprengkraft von Atomwaffen.

Kommenden Dienstag wollen die Außenminister der fünf Veto-Mächte des UN-Sicherheitsrats und Deutschlands in Berlin über das weitere Vorgehen im Atomstreit mit dem Iran beraten. Nach langem Ringen hatten die Vetomächte Russland und China im Herbst ihre Vorbehalte gegen eine dritte Resolution des UN-Sicherheitsrats aufgegeben, die weitere Sanktionen gegen Iran enthalten könnte. Die US-Geheimdienste haben allerdings im Dezember überraschend festgestellt, dass der Iran sein Waffenprogramm 2003 gestoppt habe.

Außenminister Frank-Walter Steinmeier wies am Samstag Kritik aus der Union zurück, das Sechser-Treffen könne kontraproduktiv sein, wenn Uneinigkeit über das weitere Vorgehen zutage trete. Probleme erledigten sich selten durch bloßes Abwarten, sagte er der "Berliner Zeitung". "Die Vermeidung einer Diskussion führt eben noch lange nicht zur Lösung." Auch nach dem Bericht der US-Geheimdienste seien nicht alle Fragen geklärt. "Und solange das nicht geschehen ist, dürfen wir den Druck auf Teheran nicht lockern und das Thema einfach zu den Akten legen", sagte der Minister.


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