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2008 Montag 11 Februar

Kreise: Druck auf Iran zentrales Thema bei Olmerts Berlin-Besuch

Tel Aviv (Reuters) - Israel dringt Regierungskreisen zufolge darauf, die Forderung nach einem Ende des iranischen Atomprogramms mit mehr wirtschaftlichem und politischem Druck zu untermauern.

Dies müsse nicht nur durch die Vereinten Nationen, sondern auch auf bilateraler Ebene geschehen, sagte ein hochrangiger israelischer Regierungsvertreter vor dem Beginn des Deutschlandbesuchs von Ministerpräsident Ehud Olmert am Sonntag. Länder mit wirtschaftlichen Interessen im Iran müssten "ihren eigenen Druck ausüben". Das Thema werde auch eine wichtige Rolle bei den Gesprächen Olmerts mit Bundeskanzlerin Angela Merkel am Dienstag spielen.

Deutschland hat 2006 Waren im Wert von 4,1 Milliarden Euro in den Iran geliefert und zählt damit zu den wichtigsten Exporteuren in die Islamische Republik. Westliche Regierungen verdächtigen den Iran, ein geheimes Atomwaffenprogramm zu haben, was die Regierung in Teheran jedoch bestreitet. Olmert hat erklärt, Israel werde sich nicht mit einer Atommacht Iran abfinden und erwäge dabei "alle Optionen". Die fünf ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrates und Deutschland hatten im Januar einen Vorschlag für eine dritte Sanktionsrunde gegen den Iran auf den Tisch präsentiert. Diplomaten zufolge dürfte es aber noch Wochen dauern, bis es zu einer Abstimmung darüber kommt.

Olmert wird Merkel auch über die jüngsten Friedensgespräche mit den Palästinensern informieren. Merkel hatte am Samstag in ihrer wöchentlichen Video-Botschaft erklärt, Deutschland und die Europäische Union würden "alles in ihrer Macht Stehende tun, um diesen Friedensprozess zu begleiten und zu unterstützen".


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