|
»
Hat Atomprogramm des Iran militärischen Zweck?
» IAEA «sehr besorgt» wegen Iran » El Baradei: Iran lässt eine Frage unbeantwortet » Steinbach: Grausame Steinigungen im Iran ächten » Iran könnte bis Jahresende genug Uran für Atomwaffe besitzen » Waffen an Iran: Weisung verschleppt? » Iran berät über "Konsequenzen" für Dänemark » Exil-Opposition wirft Iran erneut Arbeit an Atomwaffen vor |
2008 Sonntag 24 FebruarIAEA «sehr besorgt» wegen IranTages-Anzeiger Online - Zurich Die Internationale Atomenergie-Behörde IAEA zeigt sich in ihrem neuen Iran-Bericht «sehr besorgt». Die Kontrolleure der Uno zweifeln daran, dass Iran sein Atomprogramm voll aufgedeckt hat. Beunruhigt ist die IAEA vor allem wegen nachrichtendienstlicher Erkenntnisse, wonach die Iraner ihre Arbeiten an der Urananreicherung, der Entwicklung einer Rakete sowie den Abschussversuchen koordinieren. Der iranische Atom-Chefunterhändler Said Jalili hatte in Teheran erklärt, der jüngste Bericht beweise, dass das Atomprogramm nur zivilen Zwecken diene. IAEA-Direktor Mohammed al-Baradei räumte in Wien ein, der Iran habe einige zusätzliche Anlagen für die Inspektoren geöffnet habe. «Daraus ergab sich für uns eine etwas klareres Bild des Programms», sagte Baradei. Es genüge aber noch nicht. Einer der wichtigsten unerfüllten Forderungen zielt darauf ab, unangekündigte Inspektionen durchführen zu können und so sicher zustellen, dass der Iran nicht heimlich an der A-Bombe arbeitet. Im IAEA-Bericht wird erstmals auf Erkenntnisse westlicher Geheimdienste verwiesen, wonach der Iran die Urananreicherung mit waffentechnischen Arbeiten koordiniert hat. Fazit: «Die Behörde ist noch nicht in der Lage, die wahre Natur des Atomprogramms zu beurteilen.» Die Skepsis der Atomaufsichtsbehörde dürfte es dem Uno-Sicherheitsrat in New York erlauben, eine dritte Sanktionsrunde gegen Teheran einzuleiten. Dabei geht es um ein totales Reiseverbot für iranische Offizielle, um eine einschneidende Importkontrolle von waffenfähigem Material sowie eine strikte Aufsicht der iranischen Banken. Gegen solche Sanktionen stemmten sich bisher Russland und China. Grossbritannien, Frankreich und USA legten am Donnerstag dennoch einen entsprechenden Resolutionsentwurf auf den Tisch, in der Hoffnung, die Debatte in der kommenden Woche aufnehmen zu können. Die Ereignisse in Kosovo dürften eine rasche Einigung aber erschweren. |
English | Français فارسی
|