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Iran: Kein Internet am Wahltag
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Ein iranischer Gesetzesentwurf zur Änderung des Strafrechts legitimiert schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen
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Terroropfer dürfen auf iranisches Geld hoffen
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2008 Samstag 08 MärzIranische Reaktionen auf Resolution 1803von Wahied Wahdat-Hagh, Kolumnist für WELT DEBATTE Für die iranische Regierung besitzt die Resolution 1803 des UN-Sicherheitsrates keine Gültigkeit. Das Urananreicherungsprogramm wird fortgesetzt. Iranische Intellektuelle befürchten einen wirtschaftlichen Schaden für den Iran. Gleichzeitig drohen Politiker, Journalisten und Militärs mit harten Reaktionen. Die Resolution 1803 beabsichtigt Sanktionen gegen iranische Einzelpersonen, Firmen und Banken vorzunehmen, die für das iranische Atomprogramm arbeiten. Deren ausländische Konten sollen eingefroren werden. Einige hochrangige Militärs und Atomwissenschaftler erhalten zudem Reisebeschränkungen. In Zukunft sollen Exportkredite und konkret die „Bank Melli“ und die „Bank Saderat“ stärker überwacht werden. Iran ist immer noch „attraktiv“ Elahe Kolahi ist Professorin für politische Wissenschaft an der Teheraner Universität. Sie war Mitglied des sechsten Pseudoparlaments unter Ex-Präsident Mohammad Khatami. Die Universitätsprofessorin sagt, dass die Resolution 1803 den „Iran als eine Gefahr für den Frieden und die internationale Sicherheit darstelle, was ohne Zweifel die Bedingungen für den Iran verschlechtern werde." Kolahi weiß, dass der Bericht der Internationalen Atomenergiebehörde zwar Positives zur Entwicklung des iranischen Atomprogramms aufgeführt habe, aber die ebenfalls genannten negativen Punkte seien im Iran nicht berücksichtigt worden. Die Wissenschaftlerin betont, dass die Sanktionen negative Auswirkungen auf die iranische Wirtschaft haben werden, aber Iran „bleibe stets für manche Staaten attraktiv." Auf die Frage, ob ein Ölpreis über 100 Dollar die iranische Position verbessern würde , antwortete die iranische Professorin, dass dies erst "genau untersucht werden müsse." Kontrolle des Persischen Golfs? Hussein Schariatmadari ist der Herausgeber der Zeitung Kayhan, des Sprachrohrs des iranischen Führers Ali Khamenei. Schariatmadari schreibt, dass der Iran auf jeden Fall auf die „böse Maßnahme" des UN-Sicherheitsrates reagieren müsse. Schariatmadari weiß zudem, dass die „Vereinigten Staaten von Amerika und ihre europäischen Verbündeten, insbesondere die zionistische Lobby, ein starkes Interesse an der Durchsetzung der Resolution 1803 hatten." Indonesien habe als nicht-ständiges Mitglied des UN-Sicherheitsrates mit Enthaltung abgestimmt, da viele indonesische „Parlamentarier eine Befürwortung einer solchen antiislamischen Resolution ablehnten." Manche Länder wie Libyen, Vietnam und Südafrika seien bemüht „ihren Völkern gegenüber ihr Abstimmungsverhalten damit zu erklären, dass sie zumindest dahin gewirkt haben, dass die Resolution verwässert werde." Außerdem sei die Resolution 1803 eine Niederlage für die USA. Denn die Amerikaner hätten versucht die Wahlen in Iran zu beeinflussen, indem sie den Sieg der „Prinzipialisten", der Anhänger Ahmadinedschads, verhindern wollten. Schariatmadari kennt offenbar auch das Ergebnis der kommenden Pseudoparlamentswahlen und schlussfolgert daher, dass, da die „Prinzipialisten" die Sieger im Madschles sein werden, die Amerikaner selbstverständlich verloren hätten. Der Weg der Märtyrer und das Atomprogramm General Mohammad Ali Jafari, Oberster Befehlshaber der Revolutionsgardisten, kennt das Ziel der UN-Resolution. Ähnlich wie Schariatmadari glaubt er, dass die UN-Resolution kein anderes Ziel verfolge, als das Wahlverhalten der iranischen Bevölkerung zu manipulieren. Daher argumentiert er in der Tat apokalyptisch: Die „Feinde" dürften ihre Ziele nicht erreichen. Die Revolution müsse siegen. Neue Eiszeit? Der iranische Präsident hat angekündigt mit niemandem außerhalb der IAEA Gespräche über das Atomprogramm zu führen. |
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