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"Die Republik Iran radikalisiert sich"
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Dankesrede von Parvin Ardalan anlässlich der Verleihung des Olof Palme Preises 2007
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2008 Samstag 22 MärzViele Tropfen bilden einen SeederStandard.at - Wien,Austria Das Gassengewirr von Yazd", schreibt Martin Amanshauser, "noch schlimmer als Marrakesch: "Iran, a Winter Journey" Das Gassengewirr von Yazd", schreibt Martin Amanshauser, "noch schlimmer als Marrakesch. Es ist, wie man so schön sagt, malerisch. Aber die Abwendung von der Straße macht das Viertel auch öde." Wie den anderen Autoren und Fotografen dieses Buches geht es Amanshauser nicht ums Reiseschriftstellern, um "leckere" Speisen oder Hinweise aufs "Shopping". Aber auch nicht um alternative Tipps oder gar Tricks. Vielmehr war eine "Karawane" im Iran unterwegs: 53 Autoren und Fotografen aus Europa, Indien und den USA, die bereit waren, das Land kennen zu lernen. Manche waren erklärtermaßen unvorbereitet. Fotografen wie Paul Albert Leitner oder Walter Niedermayr brachten ihre ästhetischen Prinzipien mit und wandten sie auf ungewohntem Territorium an. Andere suchten assoziativ (Zarathustra! Nietzsche?) nach Anknüpfungspunkten, wenn sie vor Ort von iranischen Künstlern und Intellektuellen empfangen wurden (die selber Mitarbeiter an dem Buch wurden). In Teheran, Shiraz, Yazd und Isfahan machte die Karawane längeren Halt, die Reisenden schwärmten aus. Iran, a Winter Journey ist das Ergebnis in Buchform eines Projekts der Wiener Gruppe X-change culture science, unterstützt von vielen österreichischen und europäischen Institutionen. Die eurozentrische Brille, schreiben die Koordinatoren, mit der man bloß Öl, Pistazien und Teppiche wahrnimmt, soll durch einen für die Vielfalt des riesigen Landes geschärften Blick ersetzt werden. Vielleicht nur einTropfen auf den heißen Stein, räumen sie ein, doch – iranisches Sprichwort! – "Viele Tropfen bilden zusammen einen See". Die Texte liegen im Original, auf Englisch und auf Farsi vor. Sie zeugen ebenso wie die Bilder von einem Respekt, der Distanz und Verschiedenheit nicht leugnet. Alltag und Monumentales liegen gleichermaßen auf Augenhöhe vor. Eine Reise für alle Jahreszeiten.
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